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| Eishockey:
(ERC Selb e.V.) |
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"Spitzenspiel"zwischen dem ERV Schweinfurt und dem VER Selb
Am gestrigen Abend fand das nach Meinung vieler Experten vorgezogene "Spitzenspiel" in der Bezirksliga Ost zwischen dem ERV Schweinfurt "Wet Dogs" 1b und den bislang unbesiegten Tabellenführer VER Selb statt. Die Porzellanstädter bewiesen abermals ihre momentane sportliche Dominanz und verließen nach sechzig spannenden Eishockeyminuten verdient mit 5:2 als Sieger das Eis. Der nahezu in Bestbesetzung angetretene ERV Schweinfurt 1b erwies sich als der erwartete starke Gegner und verlangte den Selbern insbesondere zwei Spieldrittel viel ab. Vor ca. 200 mitgereisten Selber Fans, welche den Schweinfurter Icedome klar für sich behaupteten,
entwickelte sich im ersten Abschnitt ein offener Schlagabtausch, mit ersten Möglichkeiten für die Hausherren. Letzteres war jedoch dahingehend begründet, da die beiden Unparteiischen, welche über die gesamte Spielzeit mehr als kleinlich pfiffen, den VER Selb gleich eine Kostprobe oftmals nicht nachvollziehbarer Regelauslegung gaben: Unmittelbar nach Spielbeginn Strafzeiten gegen Gärtner, Bärnreuther und Thumm und Selb somit gleich mit nur drei Mann auf dem Eis. Diese brenzlige Situation wurde aber schadlos überstanden. Erst nach der 1:0 Führung des VER Selb - Oliver Gärtner bediente den vor dem Tor stehenden Horst Bärnreuther, der trotz Bedrängnis eiskalt in die Maschen traf - kam etwas mehr spielerische Linie ins Selber Angriffsspiel. Für endgültige Erleichterung hätte kurz vor der ersten Drittelpause besonders Horst Bärnreuther sorgen können, der nahezu zwei Hundertprozentige auf der "Schaufel" hatte, jedoch zweimal hintereinander gegen den gut aufgelegten Schweinfurter Goalie Hildenbrand scheiterte. Vergebene Chancen auch unmittelbar nach Wiederbeginn. Selb erhöhte die Schlagzahl und erneut Bärnreuther aus kurzer Distanz ohne Glück. Wenig später machte es Hannes Siegeris besser, als er ganz cool in zahlenmäßiger Unterlegenheit zum 2:0 einschoss. Die Freude über diesen sehenwerten Treffer dauerte jedoch nicht lange an, denn nahezu fast im Gegenzug - ganze 14 Sekunden später - die Selber Hintermannschaft noch gedanklich bei der 2:0 Führung und Neubauer kann ungehindert, vollkommen freistehend Manuel Kümpel zum 1:2 überwinden. Ein Gegentreffer zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der ERV Schweinfurt wieder im Rennen, aber Selb fing sich schnell und war wieder tonangebend. Das Einzige, was man den Selbern ankreiden mußte war die Tatsache, dass die "Wölfe" zu verschwenderisch mit tollsten Einschussmöglichkeiten umgingen, bei konsequenteren Ausnutzen hätten Bärnreuther, Gärtner oder Schramm den "Sack" vorzeitig zu machen müssen. Spätestens der tolle Sololauf von Sascha Jaworin in der 36. Minute hätte das 3:1 sein müssen, aber es sollte nicht sein. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Während Selb noch Glück hatte, dass Schiedsrichter-Filius Marcel Mrachratz freistehend verzog, glichen die Hausherren in der 39. Minute zum 2:2 aus. Döll mit einem beherzten Schlagschuss, der VER-Goalie Manuel Kümpel aus dem Fanghandschuh glitt.
Angesichts des Spielstandes war Spannung und Dramatik für den Schlussabschnitt vorprogrammiert. "Eishockeylegende" Manfred Ahne, wie er im Stadionheftchen liebevoll genannt wurde, schien in der Kabinenansprache nochmals seinen Jungs eindringlich ins Gewissen geredet zu haben, denn sein Team kam entschlossen zurück aufs Eis. 54 Sekunden war das letzte Drittel erst alt, als der Selber Anhang jubeln durfte. Hannes Siegers mit der 3:2 Führung. Ein Treffer, der vom Zeitpunkt her absolut goldrichtig fiel. Zwar gab sich Schweinfurt noch nicht auf, aber die Selber Überlegenheit wuchs von Spielminute zu Spielminute. Endlich kam der "Wölfe-Express" auf Hochtouren und drängte, abgesehen von einen sehenswerten, blitzschnell aufgezogenen Kontern der Hausherren, auf das 4:2. Als dieses dann durch den abermals an diesem Abend bärenstarken Sascha Jaworin fiel, war die Messe endgültig gelesen, das Spiel entschieden. Nun kombinierten die Gäste aus Oberfranken nach Belieben und der an diesem Abend ebfalls sehr auffällig agierende Oliver Gärtner schloss den Torreigen in der 57. Minute mit dem 5:2
ab. Der Jubel auf den Rängen, insbesondere im Selber Fanblock, kannte keine Grenzen. Alles in allem setzte sich der VER Selb in einem wirklich über weite Strecken schnellen Spiel verdientermaßen mit 5:2 durch und gilt somit nicht nur nach Ansicht der Redaktion der Schweinfurter Stadionzeitung zum "Topfavoriten der Bezirksliga Ost". Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung sollten Torhüter Manuel Kümpel, Oliver Gärtner, Sascha Jaworin und Horst Bärnreuther hervorgehoben werden. Der ERV Schweinfurt erwies sich als der erwartet starke Gegner, seine auffälligsten Akteure waren Goalie Hildenbrand, sowie die beiden Stürmer Heckenberger und Mrachatz. Die beiden Schiedsrichter Ertl und Bauer waren mit der ansonst fairen Begegnung in vielen Situationen scheinbar überfordert, auf beiden Seiten viele nicht nachvollziehbare Entscheidungen.
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 10.11.2004, 15:20 Uhr
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